München (dpa/tmn) –
Wer auch Kleinkinder oder Tiere wiegen möchte, sollte beim Kauf einer Personenwaage genau auf die Funktionsbeschreibung achten. Denn nicht jede Personenwaage ist dafür zuverlässig geeignet.
Der Hintergrund: Viele Personenwaagen haben eine Mindestlast von einigen Kilogramm und sind auf eine maximale Tragkraft von 180 Kilogramm ausgelegt, erklärt Alexander Mahrla, Produktexperte beim TÜV Süd. Zudem zeigen Personenwaagen das Gewicht in der Regel in 100-Gramm-Schritten an.
Grundsätzlich lohnt es sich für Käufer zudem darauf zu achten, dass die Personenwaage eine rutschhemmende Trittfläche für einen sicheren Stand hat. Und: Modelle mit Glasoberfläche sollten robust sein – idealerweise kommt Sicherheitsglas zum Einsatz.
Analog oder digital – welche Zusatzfunktionen sind gewünscht?
Es lohnt sich zu überlegen, wofür die Waage zum Einsatz kommen soll und wie viele Personen sie nutzen wollen. Denn neben analogen Modellen gibt es längst digitale Personenwaagen mit vielen Zusatzfunktionen.
So kann man sich vor dem Kauf etwa fragen: Sind Speicherplätze für mehrere Personen gewünscht? Soll das Gerät die einzelnen Nutzer automatisch erkennen und das passende Profil öffnen? Soll die digitale Waage per Akku ladbar sein oder reichen Batterien? Ist eine automatische Ein- und Ausschalfunktion gewünscht? Oder soll es eine Körperanalysewaage sein?
Körperanalysewaagen – was gibt es dabei zu beachten?
Körperanalysewaagen können neben dem Gewicht auch Körperfett, Muskelmasse oder Körperwasser anzeigen. In der Regel wird dabei ein schwacher, nicht wahrnehmbarer Strom durch den Körper geleitet. Auf Basis des gemessenen Widerstands wird dann ein Wert berechnet, erklärt Alexander Mahrla.
Solche Angaben können zwar eine Orientierung geben, wenn es darum geht, Veränderungen anzuzeigen. Eine medizinische Messung ersetzen sie Mahrla zufolge jedoch nicht. Denn die Werte entsprechen eher Schätzungen. Sie können je nach Gerät, Messzeitpunkt, Flüssigkeitshaushalt variieren.
Wichtig: Die Körperanalysefunktion ist nicht für alle Nutzergruppen geeignet. Wer einen Herzschrittmacher oder andere medizinisch nötige Geräte implantiert hat, sollte die Hinweise des Herstellers beachten.
Personenwaage mit App verbinden – was passiert mit den Daten?
Moderne Waagen lassen sich etwa per Bluetooth oder WLAN mit einer App verbinden. So kann man die Messwerte abspeichern und über einen längeren Zeitraum miteinander vergleichen.
Wer die Funktion nutzen will, sollte vor dem Kauf darauf achten, welche Daten die App erfasst, wo diese gespeichert werden und welche Berechtigungen dafür erforderlich sind. Relevant ist zudem, ob die Waage auch ohne App funktioniert. Und falls Cloud-Dienste zum Einsatz kommen, sollte man prüfen, ob sich die gespeicherten Daten dort bei Bedarf auch wieder löschen lassen.
