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Laden und leuchten: Drei Stromsparmythen im Schnellcheck

Es werde Licht - aber bitte auch nur dann, wenn man es wirklich braucht.

Sie wollen Strom sparen? Dann lässt sich womöglich an einigen Dingen in Ihrem Alltag drehen. Doch Vorsicht: Nicht alles, was Stromsparen verspricht, tut das auch. Und nicht jede Erzählung übers Energiesparen stimmt.

1. Dauerhaft an – oder an und aus? Wann ziehen Leuchten mehr Strom?

Wer etwa glaubt, dass das Licht mehrmals an- und auszuschalten mehr Strom verbraucht, als es einfach brennen zu lassen, liegt falsch. Zumindest heutzutage. Denn dieser Irrtum stammt der Verbraucherzentrale NRW zufolge noch aus der Zeit, als Kompaktleuchtstofflampen, sogenannte Energiesparlampen, genutzt wurden. Bei ihnen erhöhte häufiges An- und Ausschalten demnach tatsächlich den Stromverbrauch. Bei modernen LED- und Halogenlampen ist das aber nicht der Fall. 

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Sie verbrauchen ausgeschaltet immer weniger Energie als wenn sie brennen. Und das heißt auch: Schaltet man beim Verlassen eines Zimmers konsequent das Licht aus, kann man Strom sparen – und damit Energiekosten. 

2. Ladegeräte ohne Handy dran: Verbraucht das wirklich Strom?

Stromsparen kann man auch, wenn man ungenutzte Elektrogeräte immer vom Netz nimmt. Das gilt sogar fürs Handyladegerät, wenn auch nur in geringem Maß. Denn auch wenn kein Handy dran hängt, verbrauchen die Teile an der Steckdose Energie. Allerdings nicht viel: Der Energieverbrauch eines Smartphone- oder Tabletnetzteil ohne aktiven Ladevorgang ist kaum messbar, so die Verbraucherschützer. Sie raten dennoch die Netzteile an abschaltbare Steckdosenleisten zu stecken. 

Und das kann auch bei Standby-Geräten wie Fernsehern und Spielkonsolen sinnvoll sein. Sie ziehen schließlich auch im Standby-Modus Strom. Schaltet man sie immer komplett aus und nimmt sie vom Stromnetz, spart das dauerhaft Energie.

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Gut zu wissen: Den Router fürs Internet über Nacht in den Einstellungen in den Stromsparmodus zu schicken, kann sich ebenfalls lohnen. Denn der jährliche Stromverbrauch eines Routers ist zwar nicht so hoch wie der eines Kühlschranks, summiert sich aber auch.

3. Tiefkühlen: Viel Kälte bewahrt besser – wirklich?

Apropos Kühlen: Viel hilft hier nicht unbedingt viel. Oder anders gesagt: Beim Tiefkühlen sind minus 20 Grad nicht besser für die Haltbarkeit von Lebensmitteln als minus 18 Grad. Das Wachstum von Mikroorganismen wird bei minus 18 Grad ohnehin vollends gestoppt, so die Verbraucherzentrale NRW. Und das heißt auch: Stellt man die Temperatur noch niedriger ein, verbraucht das nur unnötig Strom.

Das gilt in der Küche übrigens auch oft beim Vorheizen des Backofens. Wie sinnvoll das ist, hängt nämlich vom Gericht ab. Blätterteig braucht laut Verbraucherzentrale NRW etwa eine hohe Temperatur von Beginn an, um zu gelingen – und damit einen vorgeheizten Backofen. Die meisten Tiefkühlgerichte gelingen aber auch ganz ohne Vorheizen – bei gleichem Geschmack. 

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Verzichtet man aufs Vorheizen, wartet man auch nicht zu lange, bevor man die Gerichte in den Ofen packt. Das spart Energie.